Gelesen. Graeme Simsion: Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion? Nie gehört? Kein Wunder. Vor seinem Weltbestseller „Das Rosie Projekt“ hat der Australier nur ein Informatik-Buch geschrieben. Jetzt erobert sein Held Don Tillman in dreißig Sprachen die Welt. Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind…

Don Tillman ist 39, Genetiker und arbeitet an der Universität in Melbourne. Er sieht fabelhaft aus. Damit entspricht er dem Klischee des romantischen Helden. Aber Tilman ist schräg. Er hat das Asperger Syndrom, eine milde Form des Autismus, und kann keine Emotionen empfinden. Sein Leben ist diszipliniert und bis in die letzte Minute durchorganisiert, und wehe, irgendjemand stört diese Routine. Und dann kommt Rosie. Rosie ist chaotisch und entspricht überhaupt nicht dem Anforderungskatalog, den Don aufgestellt hat, um eine Frau zu finden. Rosie hingegen möchte ihren Vater finden. Don hilft ihr dabei, und allmählich gerät seine ordentliche Welt aus den Fugen. Warum bloß hat er mit Rosie, die so gar nicht zu ihm passt, so viel Spaß? Mehr soll hier nicht verraten werden. Ein überaus vergnügliches Buch, das vor allem von Dons extrem schräger Sichtweise auf die Welt und seiner ständigen Selbstanalyse lebt. Und letztlich die Frage stellt, was ist eigentlich normal? Leider verliert der fabelhafte Roman gegen Ende an Schwung und ich habe mich dabei ertappt, dass ich gar nicht so dringend wissen wollte, wie es ausgeht, weil es sowieso ziemlich klar war. Trotzdem: Absoluter Lesespaß und schön, dass so etwas mal von down under kommt!

Beinahe unputdownable

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