Gelesen. Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Monatelang stand dieses Buch ganz oben auf den Bestsellerlisten und verkaufte sich in dreißig Ländern rund um den Globus. Da es sich ausnahmsweise nicht um einen Krimi oder Vampirroman handelt, macht das neugierig.

Die Geschichte des strunzbiederen Harold Fry, der eigentlich nur zum Briefkasten will und dann einfach beschließt, immer weiterzulaufen, ist als Pilgerreise angelegt von Süd- nach Nordengland. Vorhersehbar, dass Harold auf dieser Wanderung sich selbst und seiner Lebensgeschichte begegnet, wie überhaupt vieles in diesem Roman vorhersehbar ist. Zudem werden die (höchst moralischen) Motive und Wandlungen der Hauptfiguren immer sehr deutlich erklärt, so dass man beim Lesen nicht allzuviel kombinieren muss. Das macht den Roman zu einer einfachen, dabei aber absolut spannenden Lektüre, was sicherlich teilweise den Erfolg erklärt. Zum Schluss wartet die Autorin dann doch noch mit ein paar wirklichen Überraschungen auf und verleiht dem Roman damit eine Tiefe und auch Melancholie, die man bis dahin eher vermisst hat. Das ist mutig. Empfehlenswert!

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