Gesehen: Zootopia (Zoomania)

Was für ein Film! Der Disney-Animationsfilm Zootopia (deutsch Zoomania) ist so großartig, dass man ihn nach dem Abspann am liebsten gleich noch einmal sehen möchte, um all die liebevollen Details zu erhaschen, die man verpasst hat. Ein Film für jedes Alter, der einfach riesigen Spaß macht und noch dazu eine Botschaft hat, wie sie aktueller nicht sein könnte.

Ich bin mit Zeichentrickfilmen und Comics aufgewachsen. Der erste Kinofilm meines Lebens war der Disney-Film „Aristocats“. Für den war damals ein Mindestalter von sechs Jahren erforderlich. Ich war erst fünf, wie mein Vater an der Kinokasse ehrlich zugab. Ich durfte trotzdem rein und habe dadurch keinen Schaden genommen, denke ich. Doch Zeichentrick ist längst passé, heute werden Filme am Computer generiert. Und Zootopia, der auf Deutsch völlig unnötigerweise Zoomania heißt, schöpft alle technischen Möglichkeiten aus, um eine faszinierende Welt sprechender Tiere zu schaffen, die erstaunliche Parallelen zu unserer menschlichen Welt aufweist.

Judy Hobbs ist ein (allerliebstes) Häschen, lebt auf dem Land in Bunnyburrow und hat einen großen Traum: Sie will Polizistin werden. Und weil sie einen eisernen Willen hat, wird sie die erste Polizistin-Häsin überhaupt und bekommt einen Posten in der Stadt Zootopia. Mit einer Art ICE fährt sie in die unbekannte Metropole, und von diesem Moment an weiß man gar nicht, wo man zuerst hingucken soll. Zootopia ist eine Großstadt mit verschiedenen Klimazonen, in der alle Tierarten durcheinander wimmeln und friedlich zusammenleben, denn die Zeiten, wo Raubtiere auf Beutejagd gingen, sind längst vorbei. Leider ist Judys Chef Chief Bogo für Neuerungen nicht besonders aufgeschlossen und so wird Judy erst einmal auf Parksünder angesetzt. Bei ihrem Einsatz lernt sie den Fuchs Nick Wilde kennen, der sich mit Betrügereien über Wasser hält. Fuchs und Hase – kann das gut gehen? Ihre Eltern haben Judy immer vor Füchsen gewarnt, auch wenn sich die Zeiten geändert haben. Aber Judy braucht Nicks Hilfe – sie hat 48 Stunden Zeit, um einen verschwundenen Otter zu finden, wenn sie nicht den Rest ihres Arbeitslebens Strafzettel ausstellen will. Bei ihrer Suche nach dem Otter stoßen Judy und Nick auf Raubtiere, die wie früher böse und gefährlich sind. Daraus zieht Judy die falschen Schlüsse – mit fatalen Konsequenzen für das Zusammenleben der Tiere. Mehr soll hier nicht verraten werden.

Als harmloser Kinderfilm verpackt, beleuchtet Zootopia Fragen wie Ausgrenzung, Vorurteile, Rassismus, die Macht der Presse, und wie schnell eine scheinbar stabile Gesellschaft bröckeln kann. Das alles verpackt in eine spannende Story mit tausenden liebevoller Details und unglaublich viel Humor. Zum Wegschmeißen ist beispielsweise die Episode, wo Judy und Nick in einem Yoga-Club Ermittlungen anstellen. Überhaupt, der Fuchs und die Häsin, die beiden hat am Ende des Films, der mit einem grandiosen Auftritt des Popstars Gazelle (Shakira) endet, so ins Herz geschlossen, dass man sie gar nicht gehenlassen will.

PS Nächsten Dienstag, 15. März, Lesung „Zur Sache, Schätzle“ in Remshalden zugunsten neurologisch erkrankter Kinder!
http://www.e-kabatek.de/termine/default.htm

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