Langsam geht wieder was…

Endlich gibt es wieder mehr Veranstaltungen, die Montagsdemo feiert ein fulminantes 600. Jubiläum, in Stuttgart öffnet die Miniaturwelt und ein paar gute Bekannte bekommen den Ehrenamtspreis!

Langsam erwachen wir aus dem Winter- und Omikronschlaf, hoffentlich dauerhaft. Und so gibt es heute viel zu berichten, und endlich wieder Termine von Veranstaltungen zu verkünden: Am Dienstag, 8. März ist nicht nur Weltfrauentag, sondern es wird auch der „Halbhöhentango“ in Beuren getanzt! Ein Abend mit vergnüglichen Songs und Texten, nicht nur auf Schwäbisch. Vor Programmbeginn kann man im Schloßcafé, das auf Maultaschen spezialisiert ist, lecker Schwäbisch essen. Essen gibt’s ab 18 Uhr, Veranstaltungsbeginn ist 19.30 Uhr, und Karten kann man vorbestellen unter tickets@activearts.online oder unter 0176/32180999. Weiter geht’s in Rottenburg in der Stadtbibliothek am 25. März mit „Ein Cottage in Cornwall“, Lesung mit Musik von Böny Birk! Infos und Kartenlink:

https://www.stadtbibliothek-rottenburg.de/elisabeth-kabatek-ein-cottage-in-cornwall.128862.htm

Und wer das nicht schafft, weitere Termine folgen im Mai. Ach ja, und eine Zusatzführung „Auf den Spuren von Pipeline Praetorius“ ist für Samstag, den 2. April, 13 -15 Uhr im Stuttgarter Westen geplant und kann bei Stuttgart Marketing gebucht werden:

https://www.stuttgart-tourist.de/e-auf-den-spuren-von-pipeline-praetorius

Unglaublich, aber wahr: Die Stuttgarter Protestbewegung gegen den Tiefbahnhof hat die 600. Montagsdemo online gefeiert. Wobei es ja eigentlich nichts zu feiern gibt. Die Baukosten liegen mittlerweile bei – tief Luft holen – 9 MILLIARDEN Euro. Gefeiert wurde jedoch, dass noch immer demonstriert wird. Keine andere Protestbewegung in Deutschland hat länger durchgehalten. Dazu gratuliert sogar Gerhard Polt mit den Well-Brüdern. Von mir gibt es auch eine kleine Grußbotschaft, und bei Minute 41:33 bin ich sogar zu sehen – am Schwarzen Donnerstag im Park kurz vor der gewaltsamen Räumung mit Schlagstöcken und Tränengas, ein Bild, das mir einen kalten Schauer über den Rücken gejagt hat…

Hier geht’s zur Demo:

Wie der Bahnhof ausgesehen hat, bevor er kastriert wurde, kann man ab Mitte März in den ehemaligen Räumen des Media Markts am Hauptbahnhof Stuttgart besichtigen. Nein, das ist kein Statement gegen S21, sondern das ziemlich durchgeknallte Werk eines Eisenbahnfreaks, der 9 Jahre seiner Lebenszeit dafür geopfert hat, die Stadt Stuttgart rund um den Hauptbahnhof in einem Radius von 3,5 km originalgetreu nachzubauen. Abgebildet wird die Zeit von 1992 bis 2007. Wolfgang Frey, Fahrdienstleister bei der Bahn, verbrachte sein Berufsleben mit Blick auf die Gleise des Kopfbahnhofs. Er fotografierte, baute und bastelte im Maßstab 1:160. 2012 starb er mit nur 52 Jahren. Die Ausstellung war bisher in Herrenberg zu sehen und ist nun nach Stuttgart gewandert. Rainer Braun, der die Miniaturwelt der Familie Freys abgekauft hat, spricht von einem Leben in einer Parallelwelt, das der Erbauer gelebt hat. Nichts als die Arbeit an seinem Modell hatte darin Platz. Die Detailverliebtheit der Ausstellung ist unfassbar – allein auf den Pragfriedhof hat der Bastler 2500 Grabsteine gesetzt. Rainer Braun bezeichnet die Miniaturwelt als das größte Stadtmodell Europas. Bald werden auch Züge fahren, aber Achtung, das ist keine Modelleisenbahn, sondern ein Stadtmodell! Sicher wird es trotzdem Eisenbahnfreaks, Gegner des Tiefbahnhofs und Nostalgiker anziehen. Wobei der Betreiber sehr großen Wert darauf legt, dass er S21 neutral betrachtet (sonst würde er vermutlich Ärger mit der Bahn bekommen…) Wir wünschen viel Erfolg! Hier ein paar Impressionen!

Der Pragfriedhof, erklärt von Rainer Braun

Schloss Rosenstein

Das Gleisvorfeld

Und nun gratulieren wir noch Anna Butters und Anne Blumers! Die beiden sind beim Ehrenamtspreis der Stuttgarter Zeitung auf Platz 2 gelandet und „Stuttgarterinnen des Jahres!“ Mit großem Engagement haben sie letztes Jahr die komplett im Ehrenamt organisierte Corona-Test-Station im Adolf-Fremd-Weg in Stuttgart ins Leben gerufen und über Monate hinweg am Laufen gehalten. Ich habe dort mitgeholfen und Corona-Tests vorgenommen (und dabei eine Nasen-Studie gemacht – es gibt unglaublich große Unterschiede bei Nasen!).

Und als Rausschmeißer: Wer das Video von „Lang scho nemme gsäh“ noch nicht gesehen hat, oder den Text nicht verstanden hat, der Text steht jetzt unter dem Video!

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