Der Countdown läuft

Es ist nicht zu fassen. Schon wieder geht ein Jahr dem Ende zu. Wie konnte es bloß so weit kommen?

Man sollte keine Kolumne in der Zeitung darüber schreiben, dass altmodische Schokoladen-Adventskalender zunehmend aus den Regalen der Supermärkte verschwinden und durch hochpreisige Produkte verdrängt werden, die mit Gin, Gewürzen oder Parfüm befüllt sind. Das heißt, eigentlich sollte man schon, wenn man nämlich wissen will, ob Kolumnen überhaupt gelesen werden, und aus der Tatsache, dass die Kolumnistin drei klassische Adventskalender und mehrere Mails und Nachrichten mit Fotobeweisen aus verschiedenen Supermärkten geschickt bekommen hat, schließt sie: Ja, Kolumnen werden gelesen, und nicht nur das, es gibt auch Reaktionen darauf, was der Kolumnistin natürlich sehr viel Spaß bereitet!

Nun ist die rauschende Premiere des schwäbischen Kabaretts „Halbhöhentango“ schon wieder fast einen Monat her! Thomas Morawitzky schrieb dazu am 24.11. in der „Stuttgarter Zeitung“:

https://www.reservix.de/tickets-elisabeth-kabatek-swabian-housewives-in-stuttgart-renitenztheater-am-7-2-2023/e1972007

Außerdem sollte man sich, so man ein Programmkino in der Nähe hat, im Januar unbedingt den wunderbaren Dokufilm „Seaside Special“ anschauen, in dem es um ein Varieté-Theater in England, um den Brexit und darum geht, wie man auch mit Menschen, die eine andere Meinung haben, vernünftig umgehen kann, eine Fähigkeit, die uns zunehmend abhanden zu kommen scheint. Auch werde ich mir in nächster Zeit ganz bestimmt „Der Tiger von Eschnapur“ und den 2. Teil „Das indische Grabmal“ in der Arte-Mediathek anschauen. Ich kann mich zwar an nicht viel erinnern, aber daran, dass die Filme früher ähnlich oft wie die Sissi-Filme im Fernsehen gezeigt wurden und ich sie absolut faszinierend fand. Schauen wir mal, ob sich die Faszination erhalten hat. Ein wenig traurig war ich, dass Irene Cara so früh gestorben ist. „Fame“ ist bis heute einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Die Geschichte einer Talentschmiede von Sängern, Musikern und Tänzern in New York ist voller wunderbarer Schauspieler, toller Tanzszenen – und die schönste Szene ist, wie Irene Cara „Out here on my own“ am Klavier spielt und singt.

Es war kein einfaches Jahr – weder für die Welt, noch für den Frieden, noch fürs Klima, noch für den größten Teil der Weltbevölkerung. Und trotzdem scheint es doch nach wie vor so zu sein, dass wir hier in Deutschland mit einem blauen Auge davonkommen. Wir müssen weder frieren noch hungern noch werden wir ausgebombt. Und ja, ich fühle mich deshalb oft schuldbewusst. Ich habe schließlich nichts dafür getan, im reichsten Teil der Erde geboren worden zu sein. Spenden ist sicherlich kein Ablasshandel, sondern eine Möglichkeit, etwas von unserem Wohlstand abzugeben. Meine persönliche, sehr subjektive Empfehlung ist Brot für die Welt/Diakonie Katastrophenhilfe, weil sie Partnerorganisationen vor Ort hat und nicht erst mühsam Strukturen aufbauen muss. Dann natürlich noch Ärzte ohne Grenzen, Amnesty International, der BUND, oder Hilfsaktionen vor Ort, wie z.B. die Aktion „Hilfe für den Nachbarn“ der Stuttgarter Zeitung. Letztlich weiß jede/r selber am besten, wo er sein Geld hingeben will – dieses Jahr wichtiger denn je. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und Frieden auf Erden!

Hier noch ein kleiner Rückblick aufs Theater der Altstadt…

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