Gelesen. Horst Evers: Wäre ich du, würde ich mich lieben.

978-3-87134-762-7.jpg.677057

Vor längerer Zeit habe ich dieses Buch geschenkt bekommen, und, ich gestehe es, J., eine ganze Weile schnöde herumliegen lassen, auch wenn mir das wunderhübsche Cover auf Anhieb total gefallen hat. Nun aber darf es schon seit Wochen auf meinem Nachttisch wohnen.

Es wohnt dort, damit ich schnell mal vor dem Einschlafen eine Geschichte lesen oder nachlesen kann. Man kann diese kurzen Geschichten nämlich wieder und wieder lesen und muss jedesmal von Neuem lachen. Der Buchtitel sagt eigentlich schon alles. Er ist genauso großartig wie andere Titel von Evers wie „Für Eile fehlt mir die Zeit“ oder „Vom Mentalen her quasi Weltmeister.“

Horst Evers ist Kabarettist, Autor und Liederschreiber. Natürlich lebt er in Berlin. Wo auch sonst. Er hat nicht mehr allzu viele Haare auf dem Kopf, eine Freundin, keine Frau (Berlin), eine Tochter und, wenn man seinen Geschichten glauben darf, ein ziemlich normales Leben. Aber dann stopft er dieses Leben in die Horst-Evers-Sprach- und Geschichtenmaschine, und heraus kommen herrlich verquere Alltagsbeobachtungen über Ferienhäuser („Das unterforderte Ferienhaus“), den Berliner Flughafen („Der werfe die erste Rolltreppe“), Menschen an Ampeln („Was nützt dem Wolf die Freiheit, wenn er das Schaf nicht fressen darf?“) oder Leichen, die vor seiner Wohnungstür herumliegen. Immer wenn man glaubt, zu wissen, wie eine Geschichte ausgeht, findet Evers einen herrlich komischen überraschenden Dreh. Meist steht er am Ende so ein bisschen als der sympathische Depp da.

Wer wissen möchte, ob ihm Evers‘ Humor gefällt, der findet bei Rowohlt oder Amazon eine Leseprobe der ersten beiden Geschichten. Aber gell, nicht dort kaufen, sondern im Buchhandel. Und nein, das ist nicht gemein. Schließlich erzählen mir die BuchhändlerInnen im ganzen Ländle, dass die Leute in den Buchladen marschieren, sich vierzig Minuten beraten lassen und sich dann mit den Worten „Danke, ich geh jetzt heim und bestelle es bei Amazon“ verabschieden. Wenn die geschockte Buchhändlerin dann sagt, „Aber ich habe Sie doch beraten“, lautet die Antwort a) Ja, aber Sie haben es nicht vorrätig, und dann müsste ich ja nochmal kommen oder b) Ja, aber, bei Amazon ist es billiger. (PS Die meisten Buchhandlungen liefern portofrei, und es gibt in Deutschland eine Buchpreisbindung). In Stuttgart macht übrigens der Hugendubel zu. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Horst Evers: Wäre ich du, würde ich mich lieben. Hardcover 16,95 Euro.

Zum Abschluss ein paar Empfehlungen:

Am Mittwoch, 26. November, 18 Uhr, hält Stadthistoriker Herbert Medek bei den Buchwochen in Stuttgart den Vortrag „Stadtentwicklung Stuttgart in Bild und Ton.“ Klingt staubtrocken? Hingehen! Geballtes Stuttgartwissen gepaart mit furztrockenem schwäbischem Humor.

Am Samstag, 29. November, 12 bis 21, Uhr hat der Bierbotschafter für Craft Beer Martin Dambach auf dem Weihnachtsmarkt in Gärtringen einen Stand mit feinen Bieren und Zubehör wie Biergläsern und Sternen aus Bier-Getränkedosen. Es gibt auch bekannte und neue Biere zu verkosten. Martin freut sich über Gäste!

http://www.feine-biere.de
http://www.facebook.com/FeineBiere
http://www.bierguerilla.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s