Babett, unsere Mitbewohnerin in der Hand-gegen-Koje-WG, ist abgereist und wir waren alle ziemlich traurig. Dabei kenne ich Babett erst seit fünf Tagen! Vier Wochen war sie auf der Hallig, sie hat ihren kompletten Jahresurlaub in das Projekt investiert. Aber Babett wäre nicht Babett, wenn sie nicht stilvoll abreisen würde: sie fährt mit dem Müllauto mit. Weiterlesen
Selbsttest
Hand gegen Koje: Thorsten, der Hafenmeister
Als Landratte aus Stuttgart habe ich Thorsten, den Hafenmeister ohne (Voll)Bart, für einen alten Seebären gehalten. Am Nordstreestrand aufgewachsen und so, immer die Blicke sehnsüchtig aufs Meer gerichtet. Von wegen. Thorsten ist ursprünglich Politologe aus Bad Oeynhausen in Ostwestfalen und gehört damit zu den Rei’gschmeckten auf der Hallig (für alle Nicht-Schwaben: Ein Reingeschmeckter ist ein Zugezogener, und von denen gibt es ziemlich viele auf Hooge) Weiterlesen
Hand gegen Koje: Große Kehrwoche am Anleger
Pfingsten ist vorüber und damit auch zwei Tage Einarbeitung am Anleger. Babett und Thies sind nach über drei Wochen Vollprofis. Vor dem ersten Schiff wird erstmal Besucherklo geputzt, gefegt, Mülleimer geleert, Kaffee für Hafenmeister, Kutschfahrer und Hand-gegen-Koje-Helfer gekocht. Weiterlesen
Hand gegen Koje: endlich da. Hat auch nur zwei Tage gedauert
„Läuft doch!“
„Alles prima!“
Die Zugbegleiter auf dem Gleis im Bahnhof Husum grinsen und lachen sich an. Erleichtert. Als hätte es nie so etwas wie einen Bahnstreik gegeben. Ja, jetzt läuft es wieder. Ab Hamburg ist der IC pünktlich gefahren. Obwohl die Fahrt mit dem Fernbus, wenn auch unfreiwillig, eine ganz eigene Erfahrung ist. Sehr junges Publikum, sehr entspannt. Und ich hatte ganz vergessen, wie ungeheuer kommunikativ Alleinreisen ist. Weiterlesen
Hand gegen Koje: Ein Häusle auf Hallig Hooge
Eine Hallig? Was ist das? Und wie kommt man da überhaupt hin? Normalerweise an einem Tag, mit der Bahn und dann mit dem Bus und dann mit der Fähre. Wenn die GDL nicht erst einen Streik anberaumt, man die Reise komplett umbucht auf einen Fernbus mit Übernachtung in Hamburg, um dann zu erfahren: Pustekuchen. Echt toll, GDL. Danke für die Extrakosten. Ich fahr jetzt trotzdem Bus. Weiterlesen
Frauen, nehmt euch ein Beispiel! Sabine Asgodom macht’s vor
Von allen Seiten eilen Frauen ins Stuttgarter Haus der Wirtschaft, manche schick, manche leger, die meisten vermutlich vierzig plus, aber das Bild ist alles andere als einheitlich. 370 Frauen werden es am Ende sein, die zum Vortrag „Lebe wild und unersättlich – Für Frauen, die mehr vom Leben wollen“ in die König-Karl-Halle eilen. 370 Frauen, die wegen einer Frau kommen – Sabine Asgodom. Weiterlesen
Schni Po Sa erobert London: Herman ze German
Die Old Compton Street ist eine quicklebendige Straße im Londoner Westend, dem Viertel der Musicals, Shops, chinesischen Restaurants, Pubs und Cafés. Französische und italienische Cafés gibt es hier in der Straße schon seit langem. In der Patisserie Valerie zum Beispiel fühlt man sich fast wie in Paris, und die Croissants schmecken genauso lecker wie dort. Seit 1926 residiert sie hier mitten in Soho. Genau gegenüber der Patisserie herrscht Kontrastprogramm, und das noch nicht besonders lange: Herman ze German. Weiterlesen
Leipzig liest. Und wie!
Auf der Leipziger Buchmesse fühlt man sich wie auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Während man geschoben wird, versucht man einen Blick auf die Stände zu erhaschen. „Samstags ist schlimm“, kommentiert hinter uns ein Mann. „Donnerstags und freitags ist es viel besser.“ Dann merken wir uns das mal für die Zukunft. Weiterlesen
Vegan ist das neue Fleisch. Neueröffnung: Das Super Jami im Heusteigviertel
In meinem neuen Roman habe ich die Despensa Canaria, eine wirklich authentische spanische Kneipe im Heusteigviertel, als location benutzt. Alles haarklein beschrieben, und jetzt hat die Kneipe bedauerlicherweise zugemacht! Also flugs den Nachfolger recherchiert, damit der noch ins neue Buch kommt. Und siehe da, das Super Jami ist so klasse, dass man nicht nur zu Testzwecken hingeht! Weiterlesen
Das Fluxus in der Calwer Passage, oder: Geh mir weg mit Gerber und Milaneo
Es brummt. Man kann es nicht anders sagen. Die Calwer Passage, bis vor kurzem Ödnis und Leere, brummt, als sei sie nie leergestanden. Im November ist hier das Fluxus eingezogen. „Temporary Concept Mall“ nennt sich das etwas umständlich, 16 kleine Läden auf Zeit, die keiner Kette angehören. Komplett das Gegenteil von dem, was an anderer Stelle in Stuttgart geschieht. Weiterlesen



