Film. And the winner is… Sherlock

Die wahren Dinge, die die Welt bewegen, spielen sich momentan in Stuttgart ab: Fünf Japaner verirren sich mit dem Fahrrad auf die B27. Der Fassanstich von OB Kuhn beim Volksfest soll dieses Jahr am Nachmittag und nicht am Abend erfolgen, was für allgemeine Empörung sorgt. Der VfB hat sich für diese Saison das Nazi-Motto „furchtlos und treu“ ausgesucht, was überall außer beim VfB für Empörung sorgt.

Weitere Nachrichten kommen heute aus L.A.: Die 3. Staffel der BBC-Miniserie „Sherlock“ räumt 3 Grammys ab. Seit Wochen suche ich nach einem Vorwand, um endlich über Sherlock zu bloggen. Hier ist er! Gewonnen haben Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch, (Sherlock Holmes), Nebendarsteller Martin Freeman (Dr. Watson, der auch gern mal mit haarigen Füßen durch Mittelerde watschelt) und Storyschreiber Steven Moffat. Übrigens war nur Moffat bei der Preisverleihung. Ach, die Engländer. Sooo cool. Haben den roten Teppich und die Blitzlichter einfach net nedich! Weiterlesen

Film. Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Seit einigen Tagen ist die Verfilmung des Bestsellers „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von François Lelord in den Kinos. Eigentlich ist August nicht so ein Monat für Kino, außer vielleicht Open Air, aber bei den momentanen Temperaturen…
Literaturverfilmungen sind ja immer ein Glücksspiel. Ich finde sie oft enttäuschend, wenn ich das Buch gelesen habe. In diesem Fall habe ich das Buch nicht gelesen, war aber trotzdem vom Film enttäuscht. Weiterlesen

26 Gründe, im August in Stuttgart zu sein

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Die U-Bahnen sind leer. Die S-Bahnen sind leer. Die Straßen sind leer und Radfahren fühlt sich entspannter an als sonst. Der Supermond hängt am Himmel und man sieht ihn immer wieder, wenn sich die dunklen Wolken für einen Moment verziehen. Im Merlin ist das Klinke-Festival. Im Vaihinger Freibad kann man abends Bahnen schwimmen und hat Platz, den stiernackigen Kampfschwimmern auszuweichen. Weiterlesen

Wie ich einmal auf einem Vogel Strauß ritt

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Manche Menschen verwandeln sich im Urlaub. Plötzlich tun sie Dinge, die sie im normalen Leben kopfschüttelnd in die Kategorie „Nur für Bekloppte“ einordnen würden. Sie springen mit einem Gummiband um die Beine von hohen Brücken. Sie ziehen im Cluburlaub einen Hut auf und singen spärlich bekleidet „You can leave your hat on.“ Sie betrinken sich öffentlich und werden peinlich. Ich verstehe nicht, warum sich Menschen so etwas antun! Ich bin im Urlaub nicht anders als sonst. Ich habe mich unter Kontrolle und tue nichts, was ich nicht auch zu Hause tun würde. Weiterlesen

Sommertipp: Der Minigolfplatz auf der Uhlandshöhe (Stuttgart-Ost)

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Zugegeben, Minigolf gehört nicht gerade zu den hippesten Sportarten. Vor allem nicht, wenn die Hindernisse auf den Bahnen ein bisschen angerostet sind, die Wurzeln eines Baums, der nicht gefällt werden darf, die Platten wegdrücken, und man die Punktezahl tatsächlich von Hand (!) mit einem Bleistift (die Jüngeren unter uns sollen sich von den Älteren erklären lassen, was das ist), auf einem vorgedruckten Karton aufschreiben muss. Ganz ohne App! Und dann muss man auch noch das Endergebnis von Hand zusammenzählen!!

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Gelesen. Marc Elsberg: Blackout

Grusel, grusel, grusel. So könnte man die Lektüre des Thrillers „Blackout“ ganz kurz zusammenfassen. Ich lese normalerweise keine Thriller, vor allem nicht die von der Sorte, wo irgendwelche ahnungslosen Gestalten auf Zäune aufgespießt oder in Einzelteile zerlegt und aufgevespert werden. Wenn schon, dann lese ich Krimis mit psychologisch interessanten Figuren wie die der finnischen Autorin Leena Lehtolainen, oder lustige wie die von Jörg Maurer oder Klüpfel/Kobr. „Blackout“ dagegen ist deshalb so gruselig, weil es ein Szenario entwirft, das erschreckend realistisch erscheint (und es vermutlich auch ist): Eine Gruppe hochintelligenter, anarchistisch denkender Hacker legt erst die Stromnetze in ganz Europa und dann in den USA lahm. Die Konsequenzen sind so umfassend wie unfassbar. Weiterlesen

Selbsttest. Women’s Night im Bauhaus

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Neue Kunden braucht das Land. In diesem Fall: Kundinnen. Im Baumarkt gibt es in der Regel zwei Dinge nicht: Ansprechpartner und einzelne Schrauben. Die bunten Infotheken: verwaist. Die zurückzulegenden Strecken: lang. Frau irrt zwischen riesigen Regalen umher und sucht Nägel. Stinknormale Nägel zum in-die-Wand-kloppen. Und als sie dann endlich jemand findet, den sie fragen kann, fragt der zurück: „Drahtstift oder Stahlnagel? Polster- oder Sockelleistenstift? Flachkopf oder Senkkopf? Wie, das wissen Sie nicht? Kein Wunder. Sie sind halt ’ne Frau.“ Weiterlesen

Film. Richard Curtis: About time (Alles eine Frage der Zeit)

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Was für eine Enttäuschung! Als ich vor gut zwei Jahren den Sommer in Cornwall verbrachte (und, davon angeregt, meinen Roman „Ein Häusle in Cornwall“ schrieb), stolperte ich an der Südküste über Dreharbeiten. Das kleine Dörfchen Portloe war komplett belagert von einem Filmteam mit unzähligen Mitwirkenden und Statisten. Überall lagen Kabel, riesige Windmaschinen standen herum und in dem winzigen Hafen saß die komplette Crew zwischen Booten und Netzen und aß aus Styroporboxen ihren Lunch. Jemand erzählte uns, hier würde der neue Film von Richard Curtis gedreht. Richard Curtis, wir erinnern uns, hat so fabelhafte Komödien wie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“, „Tatsächlich – Liebe“, und „Bridget Jones“ geschrieben. Curtis hat Hugh Grant berühmt gemacht und den sehr britischen Filmhelden perfektioniert – selbstironisch, leicht tollpatschig und in Liebesdingen nicht besonders geschickt. So wie mein Held, Baronet Nicholas Reginald Fox Fortescue… Weiterlesen