Ich gebe zu, dies ist keine brandaktuelle Filmkritik. Peter Weirs Film „Der einzige Zeuge“ stammt aus dem Jahr 1985. Ich habe ihn aber erst gestern gesehen. Und finde, dieser Film ist brandaktuell.
Der kleine Samuel Lapp wird auf einer Bahnhofstoilette zufällig Zeuge eines Mordes. Die Ermittlungen werden von dem ruppigen Polizisten John Book geführt (Harrison Ford, damals ziemlich gutaussehend). Samuel erkennt auf einem Polizistenfoto den Mörder: er kommt aus den eigenen Reihen. Nun sind Zeuge und Ermittler in Gefahr. Book wird angeschossen und schwer verletzt. Er taucht bei Samuels Familie unter. Samuel gehört zu den Amish, aus Deutschland ausgewanderte Mennoniten, die ein bäuerliches, streng religiöses Leben wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts führen. Sie verzichten auf Strom und Telefon und benutzen Pferdefuhrwerke anstelle von Autos.

